Beim Lernen helfen – wie unterstütze ich mein Kind?

beim Lernen helfen

Die Hausaufgaben sind schwierig, der Lernstoff sehr viel? Ihr Kind ist überfordert? Wenn Sie Ihrem Kind beim Lernen helfen wollen, gibt es einige Dos und viele Don‘ts. Denn so manche gut gemeinte Aussage oder Hilfestellung kann dazu führen, dass sich Ihr Kind nicht verstanden fühlt und der Schuss nach hinten losgeht. In unserem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Ihrem Kind sinnvoll beim Lernen helfen, statt sich nur „unnötig einzumischen“.

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Als Elternteil können Sie die Schullaufbahn Ihres Kindes positiv beeinflussen. Zutaten für einen positiven Zugang des Kindes zu Schule und Hausaufgaben sind, wenn Sie ...

  • Interesse zeigen,
  • beim Lernen liebevoll begleiten und
  • die Selbstständigkeit Ihres Kindes stärken.

Wahre Lernerfolg-​​​​​Killer sind hingegen ...

  • übermäßige Einmischung,
  • zu viel Kontrolle und
  • daraus entstehende Konflikte rund um Lernen und Hausaufgaben.

Die Grenzen sind manchmal fließend, unsere Dos und Don‘ts können Ihnen helfen, den richtigen Ton zu finden, wenn Sie Ihrem Kind beim Lernen helfen.

Do: Selbstständigkeit fördern

  • Ermutigen Sie Ihr Kind: „Meinst du, du schaffst die Aufgabe alleine?“
  • Schätzen Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes und lassen Sie Ihr Kind auch wissen, dass Sie stolz auf es sind: „Toll, dass du das alleine gemacht hast!“
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  • Lassen Sie Ihr Kind mit der Aufgabe alleine, aber bleiben Sie bei ihm! Sie können zum Beispiel nebenbei etwas lesen oder Ihre Mails erledigen. Dann weiß das Kind, dass Sie zur Stelle sind, falls es Sie doch braucht, und fühlt sich nicht kontrolliert.
  • Stellen Sie Fragen, statt selbst zu erklären!

Don’t: Nörgeln, Drohen, Druck machen

  • Das Kind bloß für seine Fehler zu kritisieren, macht keinen Sinn. Vermeiden Sie also unbedingt Sätze wie: „Das haben wir doch gestern schon geübt.“ Dieser Hinweis hilft dem Kind nicht weiter.
  • Vermeiden Sie Drohungen wie: „Konzentrier dich endlich, sonst wird das nichts mit der Prüfung!“ Im schlimmsten Fall bekommt das Kind bei solchen Aussagen Angst oder es verliert die Freude am Lernen. 

Druck und Vorwürfe sind schlechte Begleiter, wenn Sie Ihrem Kind beim Lernen helfen. Wenn Sie denken, die Geduld zu verlieren, machen Sie lieber eine kurze Pause und atmen Sie tief durch!

Do: Ein Team mit dem Kind bilden

Gehen Sie mit Ihrem Kind partnerschaftlich um! Das funktioniert, wenn Sie:

beim Lernen helfen
  • dem Kind zugestehen, dass Hausaufgaben nicht immer Spaß machen: „Ich weiß, du würdest lieber etwas anderes machen.“
  • die Verantwortung beim Kind lassen: „Warum du das lernen musst, musst du deine Lehrerin fragen.“
  • Motzen zulassen: „Wenn du willst, lästerst du jetzt richtig über die Hausaufgaben ab. Ich höre dir zu.“
  • das gemeinsame Lernen unterbrechen, wenn das Kind die Hilfe nicht annimmt.
  • die Anstrengungsbereitschaft fördern: „Toll, dass du dir so viel Mühe gibst!“ „Du bist schon viel besser geworden.“

Don’t: Sich beim Lernen-Helfen zu viel einmischen

  • Erinnern Sie Ihr Kind nicht ständig an die Hausaufgaben!
  • Drängen Sie Ihre Hilfe nicht auf!
  • Kontrollieren Sie nicht ohne die Zustimmung Ihres Kindes die Hausaufgaben!
  • Schreiben Sie Ihrem Kind nicht zu viel vor: Wo, wie und wann es die Hausaufgaben macht, sollte es möglichst selbst entscheiden.
  • Setzen Sie sich nur zu dem Kind, wenn es das auch will. Sie müssen es nicht überwachen.

Do: Gute Lernbedingungen schaffen

  • Regelmäßig kurze Pausen einlegen!
  • Das Kind den Ort, wo es die Hausaufgaben macht, selbst wählen lassen!
  • Experimentieren Sie mit dem Zeitpunkt, wann die Hausaufgaben gemacht werden!
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Don’t: Am Kind zweifeln

Es gibt einige Phrasen, die zwar schnell über die Lippen kommen, die Sie aber besser meiden sollten. Schreiben Sie Ihrem Kind keine negativen Eigenschaften zu! Aussagen wie diese streichen Sie besser zur Gänze:

  • „Du bist so ein Chaot!“
  • „Du hast ein Gedächtnis wie ein Sieb.“
  • „Intelligent, aber faul!“

Ebenso ist es kontraproduktiv, wenn Sie besondere Begabungen betonen. Sie schränken damit Ihr Kind unnötig ein. Vermeiden Sie also Aussagen wie diese:

  • „Du bist halt eher sprachbegabt.“
  • „Die Matheschwäche liegt in der Familie, die hast du von mir.“

Fazit: Bleiben Sie positiv!

Oft ist es eine große Herausforderung, beim Lernen zu helfen. Bewahren Sie trotzdem stets Geduld und bleiben Sie positiv! Sie wollen noch mehr Tipps zum Thema Lernen? Lesen Sie zum Beispiel unseren Blogbeitrag zum Mehrkanaligen Lernen mit konkreten Anleitungen, wie sich der Stoff besser einprägt. Gerne stehen Ihnen auch unsere Pädagogen zur Seite. Alles zu unserem Schülerprogramm finden Sie hier.

Karin Bornett -Pauker Bloggerin

Über die Autorin 

Karin Bornett ist als freiberufliche Journalistin und TExterin tätig. Sehr gerne schreibt sie über schülerrelevante Themen und motiviert mit Tipps und Impulsen Schüler und deren Eltern.

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