Lernbereich gestalten Teil 2: Auf den Lerntyp kommt es an

Lernbereich gestalten

Damit dein Lernbereich perfekt auf dich abgestimmt ist, kannst du ihn passend zu deinem Lerntyp einrichten. Welche Lerntypen es gibt und wie du deinen Lernbereich optimal für deinen Typ gestaltest, liest du in unserem Blogbeitrag.

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Damit du konzentriert lernen kannst, gibt es ein paar Voraussetzungen, die du für einen optimalen Lernbereich schaffen kannst. Denn dein Arbeitsplatz ist dein Reich. Hier sollten Schreibtisch, Sessel und Licht genau auf dich zugeschnitten sein. Was du beim Einrichten von Schreibtisch und Co. beachten musst, haben wir in Teil 1 zum Thema „Lernbereich gestalten“ zusammengefasst.

Dein Schreibtisch hat die richtige Höhe? Der Bürostuhl auch? Deine Stifte, Lineale, Blöcke und Co. sind sortiert und die Lampe an der richtigen Stelle? Dann geht es jetzt an die Feinabstimmung deines Lernbereichs. Wir klären, wie der Arbeitsplatz für den jeweiligen Lerntyp aussehen kann.


Der ideale Lernbereich für jeden Lerntyp

Wir unterscheiden insgesamt zwischen vier Lerntypen:

  • auditiver Lerntyp
  • visueller Lerntyp
  • kinästhetischer Lerntyp
  • kommunikativer Lerntyp

Was der auditive Lerntyp braucht

Lernbereich

Der auditive Lerntyp nimmt Inhalte besonders gut über die Ohren wahr. Beim Zuhören kann er sich konzentrieren und merkt sich Gehörtes leichter als zum Beispiel Geschriebenes. Umgekehrt lenken ihn jedoch Hintergrundgeräusche und Störlaute besonders schnell ab.

Auditive Lerntypen profitieren von einem besonders ruhigen Arbeitsplatz, wo ihn wenige Geräusche ablenken. Beim Lernen hilft es dem auditiven Lerntyp, die Inhalte laut auszusprechen. Am besten werden diese auch gleich aufgenommen, dann können sie immer wieder angehört und wiederholt werden. Das kannst du natürlich mit dem Handy machen. Vielleicht lassen sich deine Eltern aber auch zu einer Anlage mit guten Boxen und einem Mikrofon überreden. Diese braucht Platz, den du beim Einrichten deines Lernbereichs gleich einplanen solltest.

Visuelle Lerntypen: Pinnwand ist ein Muss

Lernbereich

Der visuelle Lerntyp lernt am besten und schnellsten über das Sehen. Schaubilder, Grafiken und Lernposter unterstützen den Lernprozess effektiv. Wie du ein Lernposter gestaltest, liest du in unserem entsprechenden Blogbeitrag.

Bei der Gestaltung deines Lernbereichs ist es wichtig, dass du genügend Platz für die grafische Aufbereitung des Lernstoffs hast. Die Tischfläche sollte groß genug sein, damit du mindestens A3-Poster basteln kannst. Sorge dafür, dass du ausreichend Farbstifte hast! Die Lernposter und Grafiken sollen natürlich auch einen Platz an der Wand finden, damit sie stets präsent sind. Eine Pinnwand ist ideal und schont die Wand – für visuelle Lerntypen quasi ein Muss bei der Gestaltung des Lernbereichs. Außerdem verträgt der visuelle Lerntyp Chaos nicht sehr gut. Ein ordentlich aufgeräumter Schreibtisch hilft bei der Konzentration.

Der kinästhetische Lerntyp braucht Raum

Der kinästhetische Lerntyp lernt besonders gut, wenn er mit dem ganzen Körper bei der Sache ist. Er prägt sich Inhalte besser ein, wenn er etwas anfassen und mit allen Sinnen aufnehmen kann. Bewegung und praktisches Tun helfen dem kinästhetischen Lerntyp, die Inhalte aufzunehmen und abzuspeichern.

Im Alltag bedeutet das, dass der Lernbereich so gestaltet werden sollte, dass genug Raum für Bewegung bleibt. Diesem Typ hilft es zum Beispiel, beim Lernen auf und ab zu gehen.


Der kommunikative Lerntyp

Dieser Lerntyp bevorzugt den kommunikativen Austausch mit anderen über den Lernstoff. Er merkt sich den Inhalt am besten, indem er darüber spricht, diskutiert und Fragen stellt.

Lernbereich

©ChristianSchwier/fotolia

Für den kommunikativen Lerntyp eignet sich ein Lernbereich, der Platz für Mitschüler bietet. Für ihn sind gemeinsames Lernen in Gruppen oder zumindest zu zweit sehr wertvoll für den Lernerfolg. Plane also zumindest einen zweiten Stuhl in deinen Lernbereich ein, wenn du dich zum kommunikativen Lerntyp zählst und lade zum Lernen Schulkollegen und -kolleginnen ein!

Mehrere Töne machen eine Melodie

Dein Lerntyp bestimmt also, welchen Schwerpunkt du bei der Gestaltung deines Lernbereiches setzen sollst, um dir das Lernen zu erleichtern.

Es gilt allerdings: Je mehr Kanäle, oder bildlich: Instrumente, du beim Lernen nützt, desto besser wirst du dir den Lernstoff merken. So wissen Experten, dass man am besten lernt, wenn man zum Beispiel nicht ausschließlich zuhört, sondern auch wiederholt und schreibt.

Langfristig macht es also Sinn, wenn du versuchst, mehrere Sinne – oder eben Kanäle – beim Lernen zu aktivieren. In unserem Artikel zum Thema „Mehrkanaliges Lernen“ findest du Tipps dafür.

Karin Bornett -Pauker Bloggerin

Über die Autorin

Karin Bornett ist als freiberufliche Journalistin und Texterin tätig. Sehr gerne schreibt sie über schülerrelevante Themen und motiviert mit Tipps und Impulsen Schüler und deren Eltern.

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Hast du deinen Lernbereich schon auf dich abgestimmt? Hat es dir beim Lernen geholfen? Wir freuen uns über Erfahrungsberichte!

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